Das Fell des Shar Pei

horsecoat

Das Fell ist das wichtigesten Merkmale des Shar Pei, um es von anderen Rassen zu unterscheiden. Das Fell gab der Rasse sogar ihren Namen. Auf Chinesisch heißt die Rasse ShaPi Gou, 沙皮狗 (Sand Haut Hund). 

Unterschiede

Als ich mit meinen Nachforschungen über den Shar Pei anfing, habe ich mich darüber gewundert, das es keine guten oder korrekten Übersetzungen der alten chinesischen Beschreibungen gibt. Matgo Law sagte mir damals, das er immer versucht hat die Rasse nicht mit den alten chinesischen Zitaten und Beschreibungen zu beschreiben, da er glaubt, dass aufgrund der sehr unterschiedlichen Kulturen und Konzepten verschiedener Länder diese alten chinesischen Begriffe missverstanden werden könnten und uns ein falsches Verständnis über die Rasse liefern könnten; oder sogar missbraucht werden, um einige Fehler in den Rassetypen zu erklären. Obwohl er mit einfachen und verständlichen Worten das korrekte Shar Pei Fell für uns beschrieben hat, war ich doch immer neugierig mehr über die chinesischen Beschreibungen herauszufinden. 

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Chinesischer horsecoat

Während das Fell des Shar Pei mit ähnlichen Worten beschrieben wird, gibt es einige Unterschiede in den Definitionen. Im Westen haben wir gerne Kategorien wie Horsecoat, Brushcoat und sogar Bearcoat. Chinesen haben die gleichen Begriffe Horsecoat und Brushcoat und sogar der Begriff Bearcoat wird verwendet, aber mit einer etwas anderen Bedeutung.

Chinesische Kategorien

Der chinesische Shar Pei hat ein sehr kurzes, hartes und stacheliges Fell. Die längsten Haare befinden sich im Nacken des Hundes mit ca. 1,5 cm Länge. Dieser Teil wird in China Brushcoat genannt.

Das Fell ist glatt, ohne Unterwolle und im allgemeinen flacher an den Gliedmaßen.

Unser westlicher Brushcoat wird in China allgemein als Bearcoat bezeichnet.

Textur

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Chinesischer horsecoat

Matgo Law wies in seinem Artikel über die Fellstruktur des Shar Pei von 2015 darauf hin, dass die Textur das wichtigste Merkmal der Shar Peis Fells ist. Es ist sehr rauh, borstig und pieksig. Eine Textur, die auf unserer Haut prickelt wenn wir mit der Hand über das Fell fahren.

In China gibt es sogar unterschiedliche Nuancen zwischen diesen rauhen, borstigen und pieksigen Texturen. In unseren westlichen Sprachen gibt es nur ungenügende Wörter, die diese unterschiedlichen Facetten des horescoats korrekt beschreiben. Die vier am meisten beschriebenen Fellarten sind in China das Borstenfell, das Bambusfell, das Betelnussfell und ein Felltyp mit der Bezeichnung “fauler Kamm”. 

Diese vier horsecoat Fellarten genau zu beschreiben würde sicherlich zu weiteren Missverständnissen und Fehlinterpretationen führen. Wenn man wirklich die verschiedenen Arten eines chinesischen horsecoats lernen und verstehen will, muss man nach China reisen und sehr viele Hunde anfassen und anschauen.

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Westlicher brushcoat Shar Pei, Quelle: Kathrin Bräuning
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Westlicher bearcoat Shar Pei, Quelle: Holly-Mae Jackson

 

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